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Korsika Geschichte

Stolz, wild und schön
Auf diese drei Prädikate sind die Korsen äusserst stolz. Korsika gehört zweifelsohne zu den attraktivsten und vielseitigsten Inseln im Mittelmeer. Sie bietet dem Besucher so viel Abwechslung und einmalige Naturwunder wie keine andere Insel.


Napoleon Bonaparte wurde als Napoleone Buonaparte (korsisch Nabulione) in Ajaccio auf der Insel Korsika geboren, die nach einem langen Unabhängigkeitskrieg gegen Genua 1768 an Frankreich verkauft worden war. Er war der zweite Sohn von Carlo Buonaparte und Letizia Ramolino, die gemeinsam 13 Kinder hatten, von denen jedoch nur acht die frühen Kindheitsjahre überlebten. Die Familie gehörte dem korsischen Kleinadel an und war seit dem frühen 16. Jahrhundert auf der Insel präsent. Ihre Wurzeln liegen in der italienischen Toskana. Napoleons Vater war der Sekretär von Pascal Paoli, einem korsischen Revolutionär und Widerstandskämpfer und hatte mit diesem für die Unabhängigkeit Korsikas gekämpft. Nach anfänglichen Erfolgen wurden die Aufständischen in der Schlacht von Pontenuovo vernichtend geschlagen und Paoli ging in das Exil nach Großbritannien.
Die Klagen über die verlorene Freiheit und die Opfer gehörten zu den ersten prägenden Einflüssen von Napoleons Kindheit und Paoli blieb bis in die 1790er Jahre sein Idol und Vorbild. Napoleons Vater hatte als studierter Jurist zwar an einer korsischen Verfassung mitgearbeitet, beugte sich aber 1769 rasch der französischen Oberhoheit. Er arbeitete fortan als Advokat und Richter, sowie als Winzer und Landwirt auf seinen Gütern. Sein Entgegenkommen brachte ihm die Gunst der neuen französischen Herren ein. Im Jahr 1771 wurde Carlo besoldeter Assessor in Ajaccio. Darüber hinaus war er gewählter Adelsvertreter im korsischen Standesparlament und in Paris.
Die erste wenig anspruchsvolle Ausbildung erhielten die Kinder der Buonapartes in der Stadtschule von Ajaccio, später wurden Napoleon und einige seiner Geschwister von einem Abbe  in Schreiben und Rechnen unterrichtet. Vor allem in letzterem soll sich Napoleon ausgezeichnet haben. Aufgrund seiner umfangreichen Bibliothek und dem Einfluss des Vaters interessierten sich seine älteren Söhne früh für Geschichte, Literatur und Jura.

Napoleon ist auf der geamten Insel allgegenwärtig, ob auf Postkarten, Postern oder Souvenirs. Auch wurden ihm zahlreichen Museen gewidmet. Die Korsen bewundern Napoleon aber wirklich lieb gewonnen haben sie "Babbu di a patria" (Vater der Heimat), den Nationalhelden Pascal Paoli. Sein Bild hängt in vielen Lokalen und zahlreiche Skulpturen zeugen von der grossen Beleibtheit. Der erbitterte Gegner Napoleons gab Korsika eine demokratische Verfassung. Kein leichtes Unterfangen, denn eigentlich lassen sich die Korsen nichts vormachen. Auch die heutigen Korsen sind dieser Denkrichtung treu geblieben und oftmals machen sie von sich reden, wenn ihre demokratischen Grundregeln angegriffen werden. So bekennen sich die stolen Einwohner Korsikas zur FLNC (Frontu di Liberatione Natiunalista Corsu).

Korsische Flagge

Der Mohr mit dem weissen Stirnband wurde von Pascal Paoli zum Symbol der korsischen Freiheitskämpfer bestimmt.

Pascal Paoli. Ihm sind unzählige Statuen gewidmet.