Phänomen „isola montecristo“

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Als wär’s eine Fata Morgana, stehst am frühen Morgen auf, reibst dir deine verschlafenen Augen, und siehst eine Insel gerade vor dir, dort, wo gestern noch keine war!

Im Frühjahr oder im Herbst kannst du dieses Naturspektakel erleben. Bei besonders guter Weitsicht ist es möglich, die ungefähr 110 km entfernte Insel Montecristo zu sehen. Sie liegt etwa mittig zwischen dem korsischen und dem italienischen Festland.

Montecristo ist eine italienische Insel auf halbem Wege zwischen Korsika und dem italienischen Festland südlich von Elba und westlich von Giglio. Die heute bis auf eine Wildhüterstation von Menschen unbewohnte Insel gehört zum Toskanischen Archipel und ruht auf einem Sockel aus Granit. Administrativ ist sie Teil der Gemeinde Portoferraio.
Die gesamte Inseloberfläche von 1039 ha wurde 1970 von der italienischen Regierung als Naturschutzgebiet ausgewiesen und darf nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Es ist nur eine begrenzte Anzahl Besucher zugelassen. Bis 2018 war die Höchstgrenze 1000 Besucher jährlich; seit 2019 sind 2000 Besucher pro Jahr zugelassen. Ab 2019 ist der Zugang zur Insel zahlungspflichtig und nur zwischen dem 2. März und dem 15. April und zwischen dem 15. Mai und 31. Oktober möglich. Im Zeitraum zwischen dem 16. April und 14. Mai ist aus Gründen des Vogelschutzes kein Zutritt erlaubt. Die Zahl der erlaubten Besucher ist auf 75 Personen je Kalendertag begrenzt. Zusätzlich zu dem Besuch der Insel nach Voranmeldung inklusive Schiffs-Transfer kann man mit privaten Booten nach Montecristo fahren. In diesem Fall wird der Besuch von den Mitarbeitern der Carabinieri-Forstwirtschaft durchgeführt. Die Preise richten sich nach Rumpflänge des Schiffes und Anzahl Personen an Bord. Ein Schiff kann pro Tag mit maximal 15 Personen an Bord genehmigt werden. Da auf der Insel keine Infrastruktur existiert, ist eine Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken sowie medizinischer Art nicht möglich. Das Baden auf der Insel Montecristo ist ganzjährig verboten.
Seit Jahrhunderten leben verwilderte Ziegen auf der Insel, die durch die Isolation von ihren Artgenossen für genetische Forschungen interessant und in der Forschung auch als Montecristo-Ziegen bekannt sind.
Die höchste Erhebung ist der Monte della Fortezza, 645 müM.
Auf Montecristo gibt es nur folgende Gebäude: Die Ruinen eines Klosters aus dem 13. Jahrhundert (gegründet am 7. Jahrhundert und 1553 durch Piraten unter Führung des Dragut zerstört), die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Villa des britischen Kunstsammlers George Watson Taylor und die Station der Wildhüter.

Länge           4 km
Breite           3.5 km
Fläche          10.39 km2
Einwohner    2

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